Wissen richtig vermitteln: Kennen Sie die Anker-Strategie?

von | Mrz 11, 2021 | #mehrHINTERGRUND, Textbeitrag

Ob Trainer, Coach, Lehrer oder Führungskraft – Wissen und Können zu vermitteln, ist eine Kunst für sich. Dabei kommt es darauf an, den richtigen Ton zu treffen, Inhalte anschaulich zu erklären und bestenfalls sogar Spaß und Motivation zu wecken. Die unterschiedlichen Anforderungen, die sich an die Vermittlung von Wissen knüpfen, lassen sich oftmals am besten mit der richtigen Strategie umsetzen. Kennen Sie zum Beispiel schon die Anker-Strategie?

Wissen als ANKER – so klappt die professionelle Wissensvermittlung

Wissen

Die Anker-Strategie für die professionelle und nachhaltige Wissensvermittlung setzt sich aus fünf Bausteinen zusammen:

A – Alles Wichtige am Anfang

Die Informationen, die wir zu Beginn eines Gesprächs oder in diesem Fall einer Lerneinheit vermitteln, bleiben unseren Gesprächspartnern erfahrungsgemäß am besten in Erinnerung. Ebenso verhält es sich auch mit abschließenden Résumés, die eine kurze Zusammenfassung der vermittelten Inhalte umfassen.

N – „Nein“ und „nicht“ vermeiden

„Diese Informationen dürfen Sie nicht vergessen“ – Aussagen wie diese können für Druck und die negative Assoziation mit wichtigen Inhalten sorgen. Schließlich verbindet das menschliche Gehirn Wörter mit bestimmten Tätigkeiten oder Gegenständen. „Nein“ und „nicht“ können demnach, bildlich gesehen, wie eine Mauer für das genaue Gegenteil einer nachhaltigen Wissensaufnahme sorgen. Stattdessen gilt es, „Nicht-Botschaften“ zu vermeiden und mit positiven Botschaften zu arbeiten.

K – Kurz und knapp

Informationen speichern wir zunächst einmal im Kurzzeitgedächtnis ab. Dieses filtert Inhalte wie ein Sieb, bevor sie schließlich in unser Langzeitgedächtnis gelangen. Um das Kurzzeitgedächtnis Ihrer Gesprächspartner nicht zu überfordern, gilt: Halten Sie sich kurz und versuchen Sie, wichtige Informationen knapp, aber gehaltvoll zu präsentieren. Schlagwörter und kreative Beispiele können Ihnen dabei helfen, Bedeutungszusammenhänge einprägsam herzustellen.

E – Emotionen bleiben im Gedächtnis

Wenn wir Dinge mit positiven Emotionen verbinden, bleiben sie uns fast automatisch länger im Gedächtnis. Schließlich assoziieren wir einen Erfolg, ein schönes Gefühl oder eine angenehme Erfahrung mit Zufriedenheit oder gar persönlicher Bestätigung und Weiterentwicklung. Wenn Lernen diese Emotionen in uns hervorruft, landen die Inhalte und Informationen mit großer Wahrscheinlichkeit schneller in unserem Langzeitgedächtnis – und verweilen dort, bis wir sie wieder abrufen.

R – Relationen herstellen

Um sich auf eine Lehreinheit optimal vorzubereiten, gilt es nicht nur, die zu vermittelnden Inhalte aufzubereiten. Ebenso wichtig ist es auch, sich mit dem Wissensstand der Gesprächspartner auseinanderzusetzen. Welche Themen interessieren sie, was wissen sie bereits und was wollen sie lernen – Grundlagen oder Expertenwissen? Mit diesen Erkenntnissen vermeiden Sie es, die Teilnehmer Ihrer Veranstaltung zu über- oder zu unterfordern. Zudem können Sie Beispiele heranziehen, die zu deren Interessen und Wissensstand passen und somit positive Bedeutungszusammenhänge schaffen.

Lernprozesse sind komplex und individuell. Mit der richtigen Strategie gelingt es Ihnen allerdings schneller und auch leichter, Ihre Informationen anschaulich und einprägsam zu präsentieren. Wie wichtig die stetige Aneignung von Wissen in Zeiten des unaufhaltsamen Wandels ist, wissen wir nur zu gut. Aus diesem Grund ist die Vermittlung von Wissen einer der Bausteine unserer Unternehmensphilosophie. Schauen Sie doch einmal vorbei und informieren Sie sich über unser Angebot.

 

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