Gemeinsam engagieren – gemeinsam mehr erreichen: wieso wir uns (wieder) mehr engagieren sollten

von | Sep. 7, 2025 | Regionalentwicklung & Demokratie

Liebe Ehrenämtler, liebe Engagierte und liebe Vereinsmeier,

da mich das Engagement mit all seinen Facetten seit einigen Jahren vielschichtig begleitet, nehme ich diese Zeilen zum Anlass, mir einige Gedanken zu machen – was heißt denn Engagement heute überhaupt? Und was bedeutet es ganz speziell für mich und meine Arbeit? Mit diesen Fragen lade ich Euch herzlich ein, das Thema Engagement mit- und vor allem aber auch weiterzudenken und ihm weiterhin so viel Aufmerksamkeit zu schenken, wie es derzeit erfährt.

Was bedeutet Engagement heute?

Frau und Junge klatschen sich ab

Jedes Jahr im September findet die Woche des bürgerschaftlichen Engagements statt. Wie wahrscheinlich die meisten denke auch ich spontan erst einmal an die typischen Vereinsmeier und in dem Zusammenhang auch an meinen Vater, der in unserem Heimatdorf bis heute Ehrenämtler mit Passion im örtlichen Gesangverein ist. Und wie das Leben so spielt, bin auch ich bis heute stark mit Vereinen verbunden – privat sowie beruflich. Deshalb finde ich es umso interessanter, wie sich die Art, wie wir uns engagieren zunehmend verändert.

Immer häufiger beobachte ich, wie sich viele Menschen von der „Opa-Hausfrauen-Vereinshaftigkeit“ lösen, wenn sie an Engagement denken, und stattdessen Zeitfenster schaffen, um Engagement in ganz unterschiedlichen Formen auszuüben.

Weniger Arbeit, mehr Engagement – kann das funktionieren?

Tischuhr auf farbigem Hintergrund

Ein wichtiger Faktor ist in diesem Zusammenhang nun mal auch die Zeit. Viele Menschen möchten sich nicht mehr fest an einen Verein oder eien Organisation binden, sondern sich flexibel, zeit- und ofttmals auch ortsunabhängig einbringen.

Was braucht es denn dann, um das Bewusstsein und die Motivation für einen gemeinwohlorientierten Beitrag weiter in unserer Gesellschaft, und zwar in jeglichen Schichten, zu verankern? In meinen Augen ganz klar vor allem eines: Leidenschaft. Ehrenamt, Engagement und Vereinsarbeit leben von Leidenschaft und Begeisterung. Dafür sollten wir, die sich bereits engagieren, aktiv dazu beitragen, unsere Mitmenschen mit unseren Ideen und mit unserem Zusammenhalt zu begeistern und mitzuziehen. „Gemeinsam statt einsam“ ist nämlich für mich nicht nur eine Floskel  – sondern ein Leitsatz, der den Kern unserer Arbeit gut zusammenfasst: Engagement bedeutet, gemeinsam etwas zu bewegen und zu erreichen. Was das ist? Zusammenhalt. Und den kann unsere Gesellschaft gerade mehr denn je gut gebrauchen, nicht wahr?

Eure
Anja Lothschütz

 

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