Männer und Frauen reden aneinander vorbei. Stimmt das? Im Zuge der aktuellen #metoo-Bewegung sind hitzige Debatten über ein angemessenes Miteinander beider Geschlechter keine Seltenheit mehr. Mehr noch – es herrscht große Verunsicherung bezüglich der Kommunikation zwischen Frau und Mann. Dabei betreffen verschiedene Formen von Kommunikationsbarrieren beide Geschlechter gleichermaßen und müssen sowohl auf beruflicher aber auch auf privater Ebene aufgearbeitet werden. Dabei sollte ein „Nein“ nicht immer ein „Nein“ bleiben.

Wie bitte? Selbstverständlich gilt ein klares und deutliches „Nein“ als Absage, als verbales Stoppschild, wenn es um körperliche Übergriffe geht. Im Berufsleben sind es aber oftmals Platzhirschgehabe und Zickereien, die für konfliktgeladenen Unmut sorgen. Nicht selten werden junge, weibliche Führungskräfte von ihren älteren, männlichen Kollegen nicht ernst genommen. Meist steckt hinter einem solch unprofessionellen Verhalten eine entsprechende Sozialisierung. Die Erziehung anhand von klassischen Rollenbildern prägt beide Geschlechter gleichermaßen. Und so ist die Annahme, Männern stehe die Kommunikations- und Deutungshoheit zu, in unserer Gesellschaft tiefer verwurzelt als es uns recht ist. Dabei ist der funktionierende verbale Austausch zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern für einen reibungslosen Arbeitsalltag von enormer Bedeutung. Und genau aus diesem Grund sollten Frauen einem ihnen vorgesetzten „Nein“ viel öfter ein „Doch“ entgegenbringen. Um einen kommunikativen Austausch zu bewirken. Und um die weibliche Rolle im Berufsalltag zu stärken.

Doch hat die Debatte um die sogenannte Genderfalle immer auch zwei Seiten. Um kommunikativen Missverständnissen vorzubeugen, gilt es sowohl für Frauen als auch für Männer, ein Verständnis für die unterschiedlichen Verhaltensmuster beider Geschlechter zu entwickeln. In unserem schnelllebigen und hochmodernen Zeitalter muss der Wert von Gleichstellung im beruflichen Umfeld deutlicher als je zuvor formuliert und Arbeitgebern sowie Arbeitnehmern anhand von wirkungsvollen Methoden und Techniken zielführend bewusst gemacht werden. Denn die Förderung der gleichberechtigten Zusammenarbeit zwischen Frauen und Männern kann nur auf der Basis eines effektiven Sensibilisierens für die Verhaltensweisen des jeweils anderen Geschlechts funktionieren.

Gemeinsam mit unseren erfahrenen Referenten haben wir deshalb ein Gender-Seminar entwickelt, dessen Lehrinhalte sich gezielt an Frauen und Männer richten. Dabei geht es nicht nur um einen bewussteren Umgang mit dem anderen Geschlecht, sondern auch um den Aufbau neuer Kompetenzen und die Aneignung neuer Verhaltensstrategien. Weitere Informationen finden Sie  hier