Östersund, März 2019. Die Sonne scheint, der Schnee funkelt und die Loipen in der beliebten schwedischen Wintersportregion sind frisch aufbereitet. Die Welt ist zu Gast im hohen europäischen Norden und verfolgt gebannt die Biathlon-Weltmeisterschaft. Auf dem Wettkampf-Gelände laufen sich Athleten und Athletinnen warm, prüfen ihr Material und bereiten sich auf ihr nächstes Rennen vor. Auf der Strecke stehen Trainer und Betreuer bereit, die ihren Schützlingen aufmunternde Worte zurufen und sie für den nächsten Berganstieg motivieren.  Ziemlich praktisch, so ein Einheizer. Denn ebenso wie die Biathleten in Östersund könnten auch wir ab und an jemanden gebrauchen, der uns zu Höchstleistungen anspornt, nicht wahr? Doch wir haben gute Neuigkeiten: Ihren ganz persönlichen Motivator kennen Sie bereits. Er schlummert tief in Ihrem Inneren und sorgt mit der richtigen Taktik dafür, dass Sie ausgeglichen und gelassen durchs Leben schlendern. Worauf es dabei ankommt? Auf Ihre mentale Selbstregulation!

Immer wieder montags… möchten wir Sie, liebe Leser, informieren. Worüber? Über ganz unterschiedliche Themen, Perspektiven und Meinungen rund um das Thema Werte, verfasst und vertreten von ganz unterschiedlichen Menschen. Mit unserer Kolumne #mehrWERT möchten wir Sie jede Woche aufs Neue inspirieren, motivieren und aktivieren. Aufgearbeitet in verschiedenen, spannenden Formaten präsentieren wir Ihnen Menschen und ihre Geschichten, ihre Ansichten und Perspektiven – und laden Sie zu der interaktiven Gestaltung unseres gemeinsamen #mehrWERTs ein.

Um den nächsten Wettkampf topfit und zugleich absolut fokussiert bestreiten zu können, wenden Sportler oftmals spezielle mentale Techniken an, die sie zu körperlichen Höchstleistungen befähigen sollen. Macht Sinn, finden wir. Die richtige Einstellung ist schließlich sowohl im Privat- als auch im Berufsleben oftmals der Schlüssel zum Erfolg. Und was Motivation, Disziplin und Selbstkontrolle angeht, können wir uns bei Profisportlern noch so einiges abschauen. Wir haben Ihnen drei Techniken zusammen gestellt, mit denen nicht nur die Biathleten in Östersund, sondern auch Sie sich gezielt motivieren und Ihren Fokus auf Ihre persönlichen Ziele lenken können, um diese mit viel Gelassenheit und noch mehr Engagement zu erreichen.

Die Dinge beim Namen nennen

An manchen Tagen wachen wir bereits mit schlechter Laune auf. Keine Sorge, das geht uns tatsächlich allen von Zeit zu Zeit so und ist ganz normal. Und doch gilt es, die schlechte Laune wieder in Wohlbefinden umzuwandeln und sich nicht den gesamten Tag verderben zu lassen. Also, raus mit der Sprache: Was bereitet Ihnen schlechte Laune und wie können Sie Ihr Problem lösen? Relativieren Sie dieses Problem und wenden Sie gezielte Selbstbefehle an, die Ihnen dabei helfen, Ihre Lage klar und fokussiert zu überdenken:

  • Immer mit der Ruhe, auch dieses Problem werde ich meistern.“
  • „Ich werde mich konzertieren und verwende meine Energie dafür, das Problem zu lösen, statt mich zu beklagen.“
  • „Jammern bringt mir nichts, ich werde lieber aktiv und höre auf, mich selbst zu bemitleiden.“

Senden Sie klare Botschaften an Ihr Gehirn und an Ihren Körper und signalisieren Sie so Ihre mentale Bereitschaft, Ihr Problem oder Ihr Unbehagen mit eigener Kraft zu lösen und in positive Gedanken umzuwandeln.

Immer mit der Ruhe

Die Aufgaben stapeln sich, die To-do-Liste wird immer länger und Sie fühlen sich wie ein Bergsteiger, der einen steilen und gefährlichen Gipfel erklimmen muss? Stop. Atmen Sie durch und ordnen Sie Ihre Gedanken. Was muss zuerst erledigt werden? Welche Aufgaben bereiten Ihnen Schwierigkeiten, welche To-dos gehen Ihnen leicht von der Hand? Sehen Sie jeden abgearbeiteten Punkt auf Ihrer Liste als Erfolg an und loben Sie sich für Ihre Leistung. Ihnen fällt es schwer, sich aufzuraffen und mit der Arbeit zu beginnen? Versuchen Sie es mit einem kleinen mentalen Experiment:

Formulieren Sie Ihr Problem und sprechen Sie es laut aus. Atmen Sie anschließend einige Male tief ein und aus und sagen Sie laut: STOP! Wandeln Sie Ihre negative Aussage und damit den Auslöser für Ihr Problem nun in eine positive Aussage um und stimmen Sie sich darauf ein, sich nicht unterkriegen zu lassen und die Herausforderung, mit der Sie konfrontiert werden, anzunehmen und erfolgreich zu meistern.

Glaube(n) versetzt Berge

Die eigenen Grenzen zu kennen, ist wichtig. Ohne Frage. Und doch müssen wir unsere Komfort-Zone manchmal verlassen und über uns selbst hinauswachsen, um uns weiterzuentwickeln. Die Voraussetzungen dafür? Der Glaube an uns selbst und das Vertrauen in unsere Fähigkeiten. Sie übernehmen nur ungern Verantwortung, weil Sie Angst davor haben, Fehler zu machen? Ihnen ist unwohl bei dem Gedanken, neue Aufgabengebiete übertragen zu bekommen, weil Sie sich erst in das neue Thema einarbeiten müssen? Eines ist klar: Lehnen Sie ab, ergreift ein Kollege oder eine Kollegin Ihre Chance. Glauben Sie also an sich und machen Sie sich bewusst, dass es in Ordnung ist, Fehler zu machen. Ähnlich wie für einen Biathleten, der auf der Strecke eine herausragende Zeit erläuft, dem am Schießstand jedoch die Nerven versagen, ist der Weg Ihr Ziel. Und dieser Weg erlaubt es Ihnen, Fehler geradezubiegen und sich durch Ausdauer und Disziplin erneut zu beweisen und erfolgreich zu positionieren. Bleiben Sie gelassen und vermeiden Sie es, sich selbst unter Druck zu setzen. In der Ruhe liegt die Kraft – das glauben Sie nicht? Probieren Sie es doch einfach einmal aus. Am besten gleich heute!

Liebe Leser, teilen auch Sie Ihren persönlichen #mehrWERT mit uns! Arbeiten Sie an einem spannenden, gemeinnützigen Projekt? Zeichnet sich Ihr Unternehmen durch ein besonders ausgeprägtes Werteprogramm aus? Oder können Sie uns interessante Interviewpartner empfehlen? Ob in Ihrem privaten oder beruflichen Umfeld – teilen Sie spannende Insights, informative Inhalte und Ihre individuellen Erfahrungen rund um das Thema Werte mit uns und nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Wir freuen uns auf Ihre Geschichte!

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