Heute ist der Internationale Tag der Jogginghose. Bedeutet das etwa, dass es in Ordnung ist, im lässigen Jogger im Büro zu erscheinen? Auf keinen Fall, entrüsten sich die Einen. Immerhin hat einst schon unser berühmt-berüchtigter Modezar Karl Lagerfeld festgestellt: Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. Stimmt doch gar nicht, meinen die Anderen. Das sportliche Kleidungsstück ist schließlich, im Gegensatz zu teurer Designermode, äußerst bequem, nahezu zeitlos und noch dazu einfach praktisch. Also, Klartext: Ist es denn nun in Ordnung, im Büro auf Jogginghose statt auf Zweiteiler zu setzen? Und welchen Stellenwert nimmt Kleidung eigentlich tatsächlich in unserem beruflichen Alltag ein?

Immer wieder montags… möchten wir Sie, liebe Leser, informieren. Worüber? Über ganz unterschiedliche Themen, Perspektiven und Meinungen rund um das Thema Werte, verfasst und vertreten von ganz unterschiedlichen Menschen. Mit unserer Kolumne #mehrWERT möchten wir Sie jede Woche aufs Neue inspirieren, motivieren und aktivieren. Aufgearbeitet in verschiedenen, spannenden Formaten präsentieren wir Ihnen Menschen und ihre Geschichten, ihre Ansichten und Perspektiven – und laden Sie zu der interaktiven Gestaltung unseres gemeinsamen #mehrWERTs ein.

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Dass die beliebte Redewendung nicht nur eine dahingesagte Floskel ist, zeigen unzählige Studien auf, die die Präsenz und die Wirkung unseres äußeren Erscheinungsbildes untersucht haben. Das Ergebnis ist nicht besonders überraschend: Während legere Alltagskleidung, und in diesem Fall auch die Jogginghose, als lässig und komfortabel gilt, beeinflusst formale Kleidung unser Denken und Handeln und lässt uns oftmals selbstbewusster und professioneller wirken. Stichwort Dresscode: War die gesellschaftliche Kleiderordnung früher festgeschriebenen Standards unterworfen, variieren die Vorgaben und Ansprüche heute und sind stark branchenabhängig. Arbeitnehmer aus dem Finanzsektor setzen nach wie vor auf Anzug und Kostüm, kreative Köpfe aus der Mode- und Medienwelt orientieren sich hingegen an den neusten, teils unkonventionellen Trends und Handwerker sind meist in Berufs- oder Sicherheitskleidung unterwegs. Eines gilt jedoch für jede Branche gleichermaßen: Der erste Eindruck zählt. Und so ist oftmals nicht unbedingt der Kleidungsstil, sondern vor allem auch der Zustand der Kleidung ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Erfolgsfaktor Kleidung: Überbewertet oder unersetzlich?

Stellen Sie sich vor, Sie lernen heute Ihre neue Kollegin kennen. Worauf achten Sie, wenn Sie ihr die Hand schütteln? Die Ergebnisse verschiedener Studien zeigen: In den ersten Sekunden einer Begegnung beurteilen wir unsere Gesprächspartner anhand der Faktoren  Haarfarbe, Frisur und Kleidung. Es lohnt sich also, besonders für Vorstellungsgespräche, wichtige Meetings oder Treffen mit Kunden und Geschäftspartnern etwas Mühe und Zeit in die äußere Erscheinung und die Kleiderwahl zu investieren. Doch geht es dabei nicht nur darum, die Kollegen oder den Chef von sich zu überzeugen. Viel mehr spielen das eigene Selbstwertgefühl und ein gewisses Maß an Wertschätzung unseren Mitmenschen gegenüber eine ebenso große Rolle, wenn es um unsere persönliche Präsenz geht. Ein gepflegtes Äußeres symbolisiert Ordnung, Struktur und Engagement und ist manchmal sogar mehr wert als ein aufwändig gestalteter Lebenslauf. Denn schlussendlich werden wir in unserem beruflichen Alltag zwar überwiegend auf Grund unserer Qualifikationen und Referenzen beurteilt, vergessen dabei aber oftmals, worauf es bei der Begegnung zwischen zwei Menschen tatsächlich ankommt: Sympathie und Zwischenmenschlichkeit. Um einen Menschen für sich zu gewinnen, ist es nicht nur wichtig, was Sie zu sagen haben. Viel mehr beginnt es damit, sich bestmöglich zu präsentieren. Es ist also das Gesamtpaket, welches schlussendlich überzeugt  – und dazu zählt neben beruflichen Qualifikationen und sozialen Kompetenzen nun mal auch ein gepflegtes und ordentliches Erscheinungsbild. Bequeme Jogginghose hin oder her.

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