Ihr Arbeitgeber übernimmt die Kosten für Ihre Weiterbildung nicht? Kein Grund es deswegen bleiben zu lassen! Als Arbeitnehmer haben Sie die Möglichkeit, Kosten für berufsbegleitende Weiterbildungen und Umschulungen mit Ihrer Steuererklärung steuermindernd geltend zu machen.

Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Weiterbildungsmaßnahme nachweisbar auf die Verbesserung der Berufschancen abzielt. Fortbildungskosten können als sogenannte Werbungskosten in der Einkommenssteuererklärung angegeben werden, wenn die Weiterbildungsmaßnahme laut Berufsbildungsgesetzt (BBiG) § 1 dazu beiträgt, die „berufliche Handlungsfähigkeit zu erhalten und anzupassen oder zu erweitern und beruflich aufzusteigen“. Fortbildungskosten können folglich nur dann steuerlich berücksichtigt werden, wenn die Qualifizierungsmaßnahme Ihre berufliche Qualifikation für ihre aktuelle Tätigkeit fördert.Übrigens: Für die Absetzbarkeit von Fortbildungskosten besteht keine finanzielle Höchstgrenze.

Im Wesentlichen können folgende Fort- und Weiterbildungskosten als Werbungskosten angerechnet werden:

  • Teilnahme- und Prüfungsgebühren
  • Kosten für Arbeitsmittel (z.B. Fachliteratur, Schreibmaterialien)
  • Fahrtkosten, wie die Fahrt zum Fortbildungsort, können bei einer Weiterbildung in Teilzeit für Hin- und Rückfahrt, bei einer Weiterbildung in Vollzeit nur für die einfache Fahrt angerechnet werden
  • Im Zusammenhang mit Übernachtungen können beispielsweise Hotelübernachtungen oder eventuelle Mietkosten für einen Zweitwohnsitz berücksichtig werden.

Darüber hinaus können Ausgaben für Verpflegung nach den entsprechenden Verpflegungspauschalen steuerlich abgesetzt werden.